Wir Niederrheiner sind Chefverdränger“
Neermoorpolder/Göttingen. Rund 70 Gäste folgten der Einladung zu einem
vergnügten Gottesdienst, der anlässlich des „100+1“-Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch (geb. 1925) vom Niederrhein in der Kirche Neermoorpolder kürzlich stattfand. „Der Kabarettist und Schriftsteller ist von Kirchentagen sehr bekannt und ich freue mich, dass der Abend mit dem Team aus Göttingen geklappt hat“, sagte Pastorin Bettina Rehbein.
Holger Balder und seine Frau Margret, Erna Jost-Merkord und Siegfried Lieske begrüßten die Zuhörer mit „Hallo, ihr Säugetiere!“. „Niederrheinische Männer mögen dat nicht, wenn ihnen wat nicht in den Kram passt“, sagte Siegfried Lieske.
Es folgte ein spaßiger Dialog darüber, dass Gerd krank ist, „aber wie und wat – dat weiß ich nicht“. „Aber du musst doch wissen, ob er im Bett liegt oder zum Arzt geht, nun sag´ doch wat?“, forderte Holger Balder ihn auf.
Es passte nicht in den Kram, dass der Skatabend abgesagt werden musste und das Problem wurde verdrängt, denn Hanns Dieter Hüsch sagte immer: „Wir Niederrheiner sind Chefverdränger“.
Es folgte eine Schriftlesung zu Psalm 23, denn Hüsch wollte "das Schwere immer leicht gesagt" haben: „Wir sind immer wieder auf Gott den Herrn angewiesen, damit die Furcht abfällt und ich sagen kann: Der Herr ist mein Hirte.“
Und in Psalm 85 heißt es nach Hüsch: „Die Bäume werden in den Himmel wachsen aus.“
„Güte und Treue begegnen sich, Gerechtigkeit und Frieden küssen sich und die Gerechtigkeit schaut aus dem heiteren Himmel herab“, las Erna Jost-Merkord vor. Es folgte eine Lesung aus dem Buch „Besuch beim lieben Gott“.
Mit dem Lied „Ich sing für die Verrückten“ ging der lustige Gottesdienst zum verrückten hundertsten Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch zu Ende. Anschließend gab es Gegrilltes und ein Salatbuffet für alle.
Text & Fotos: Inge Meyer



