Ein besonderes ErnteDankFest am 5. Oktober

Rund 100 Gemeindemitglieder kamen zum Familiengottesdienst zu Erntedank, der vom Posaunenchor mitgestaltet wurde. In der farbenfroh geschmückten Kirche präsentierte das KiKi (Kinderkirche)-Team Ergebnisse des Arche-Noah-Tages. Die Kinder hatten ihre Hände- und Fußabdrücke verewigt. Diese waren von der künstlerisch begabten Melanie Denekas in wunderschöne Kunstwerke mit Tieren aller Art verwandelt worden. Ausgehend von der Bitte des Unservaters „Unser tägliches Brot gib uns heute!“ standen die Bedeutung des Brotes und die tägliche „Dankbarkeit“ im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Kirchenrätin Bettina Nannen zitierte den Sänger Reinhard Mey, der bei der Fahrt zu Konzerten immer ein Butterbrot im Handschuhfach dabeihatte: „Es gibt kein hartes Brot. Es gibt nur kein Brot. Und das ist hart.“

Maritta Müller würdigte Brot als besonderes Kulturgut in Deutschland und beklagte, dass demgegenüber bei uns viel zu viel Brot im Müll lande. Das gleichzeitig noch immer acht Prozent der Weltbevölkerung hungere, betonte Bettina Rehbein und verwies auf die Kollekte „Brot für die Welt“. Sie erwähnte, dass die Zürcher Bibel die Brotbitte so übersetzt : „Gib uns, was wir heute nötig haben.“  Das KiKi-Team animierte die anwesenden Kinder herauszufinden, was wir wirklich zum Leben brauchen.

Die Menschen, die wir dringend nötig haben zum Leben der Gemeinde, versammelten sich im Anschluss des Gottesdienstes zu einem besonderen Erntedankfest. Gut 50 Gäste folgten der Einladung des Kirchenrates zur Ehrung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden. In Vorfreude auf den Snirtjebraten nahm die Festgemeinde unter handgenähten Wimpelketten Platz. „Ein Ehrenamt ist in der Regel freiwillig und unentgeltlich und ich bin froh, dass wir in Neermoorpolder so viele Ehrenamtliche haben“, begrüßte Bettina Rehbein die Mittagsgäste sowie die Jugendband „Granny´s Gift“.

Die Sängerin und ehemalige Konfirmandin Marit Natelberg begründete den Bandnamen folgendermaßen: Tammos Oma hatte Geburtstag und brauchte ein Geschenk. Das Geschenk waren wir“ Dass die Band mit 99 Luftballons und bekannten Popsongs nicht nur die Großeltern-Generation vom Hocker reißt, wurde im Verlauf des Festes deutlich.